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  BIN NOCH IN TANGER UND DARF NICHT REISEN. THERESE.
Verschoben auf November 2020, Termine folgen in Kürze

Die Geschichte der österreichischen Tänzerin Therese Zauser.
Ein biographisches, multimediales Theaterprojekt mit internationalen Verbindungen.
Walktanztheater

Die Wege und das Leben von Therese Zauser nachzuzeichnen und ein Bild von ihr, von den Städten rund um das Mittelmeer, der kolonialen ‚Belle Epoque‘ und heutigen Sichten auf Orte mit europäischer Vergangenheit zu bekommen, ist Intention dieses Projektes. Die Spurensuche reist auf historischen Wegen mit zeitgenössischen filmischen und theatralen Mitteln, die eine Gegenwart kreieren, wo eine Vergangenheit im KZ Ravensbrück ermordet wurde.

Der Stücktext von Nadine Kegele bedient sich eines genialen Kunstgriffs, der die Person Therese Zauser in zwei Figuren aufteilt, wovon die eine mit dem ihr eigenen Mut und Überzeugung von Tanger nach Europa aufbricht, die andere jedoch in Tanger bleibt und in ihren Erinnerungen wühlt. Die eine Therese Zauser, die nach dem Anschluss Österreichs 1938 nach Portugal und weiter nach Deutschland ins Engagement reist, weil sie in Afrika nunmehr keine Arbeit mehr findet und nicht mehr reisen darf, legt sich eine dicke emotionale Schutzschicht zu für ihre Auftritte im kriegsgeprägten Budweis, Pilsen, Prag, Saarbrücken, Frankfurt, Wilhelmshaven. Die andere Therese – mit Künstlernamen Judith Jesse Jansen – bleibt mit ihren Erinnerungen in Tanger und fantasiert sich in ihrer Biographie rückwärts über die maghrebinischen Länder nach Ägypten und Istanbul, feiert ihre grossen Erfolge nochmals nach und wird wieder zum Kind, das schlussendlich ihrem anderen Ich im KZ-Ravensbrück final begegnet.

Der Zeit gemäss sind die Geschlechterrollen und ihre Zuordnungen beweglich, was männliches Denken und Handeln sein könnte übernimmt der weibliche Part, der männliche Schauspieler begleitet die Figur Therese Zauser auf ihrer Reise bis zur Denunzierung in Saarbrücken 1941 und ihrer Verhaftung.

Die wundersame Musik von Marcus Nigsch erhellt die verschiedensten Stimmungslagen dieser vielschichtigen Tänzerin und Figur, Videos von zeitgenössischen Künstlerinnen aus Zypern bis Marokko kontrastieren die historische Erzählung mit eigenwilligen Bildsprachen und Filmerzählungen.
Grundlage des Stückes sind umfangreiche Recherchen und Reisen, von Ravensbrück in den Maghreb, von Izmir und Ägypten bis ins Stadtarchiv Feldkirch. Welche Beziehungen es historisch zwischen Europa und den Mittelmeerländern gab und welche es heute gibt, bleibt eine spannende Frage.

Das Stück möchte auch ein Nachdenken über diese Beziehungen und heute existierende Bilder von den einst kolonial besetzten Ländern anregen.

Inszenierung: Brigitte Walk
Text: Nadine Kegele
Musik: Marcus Nigsch
Ausstattung: Sandra Münchow
Schauspiel: Laura Mitzkus
Schauspiel: Peter Bocek
Filmsequels: Sarah Mistura / agenturrosa
Expertise zu Therese Zauser: Mag. Sophia Bischof / Stefan Weber / Bruno Winkler
Film- / Videokünstlerinnen aus Kairo, Jerusalem, Istanbul, Izmir, Tunis, Nicosia/Famagusta.
Said Afifi, Cem Bariscan , Bouthaina Alila Fabach, Anna Fotiadou, Omnia Sabry
Bauten: Roland Adlassnigg
Fotos: Sarah Mistura / Mark Mosman
Choreographie Stepp: Dagmar Benda
Choreographie Tanz: Elisabeth Orlowsky
Zauberei Coach: Jürgen Peter

Eine Produktion von walktanztheater.com 2019 in Kooperation mit Montforthaus Feldkirch. www.walktanztheater.com

Spieltermin:
Verschoben auf November 2020, Termine folgen in Kürze

Presseaussendung als .pdf



 
   
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